| Thermische Prozesse validieren
Validierungslogger für Sterilisation und Pasteurisation
Unsere gekapselten Validierungslogger aus Edelstahl sind speziell für die Validierung von Sterilisation und Pasteurisierung entwickelt. Sie messen Temperatur, Feuchte und Druck eines Prozesses – wahlweise auch direkt im Produkt selbst. Auch die Validierung von Gefriertrocknungsprozessen oder Fertigungsverfahren wird Ihnen zuverlässig ermöglicht.
Wenn Ihnen das Verlegen von Thermoelementen zu aufwendig ist, die korrekte Positionierung in Kammern und Behältern Schwierigkeiten bereitet oder Sie die zeitintensive Vor- und Nachkalibrierung vermeiden möchten, bieten unsere Datenlogger-Systeme eine effiziente und praxisgerechte Alternative.
- Sterilisation: Dampf, Ethylenoxid, H₂O₂ und trockene Hitze
- Autoklaven & Inkubatoren: Validierung nach EN 554 / EN 285
- Thermische Prozesse: Pasteurisierung, Entpyrogenisierung und Gefriertrocknung
- Pharma & Biotech: Stabilitätstests von Medikamenten und Impfstoffen
- Effiziente Alternative: Ersatz von Thermoelement-Validatoren

Tecnosoft
Hochtemperaturlogger
Hochpräzise und kosteneffiziente Lösungen für die Validierung von Sterilisation, Pasteurisation und Gefriertrocknung.

DataTrace
Sterilisationslogger
Hochleistungs-Prozesslogger für Sterilisationsprozesse und die Qualitätssicherung. Auch per Funkübertragung aus Autoklaven.
Fragen statt suchen! Die nachfolgende Tabelle dient als erste Orientierung und ersetzt kein individuelles Gespräch – je nach Datenlogger können die angegebenen Werte abweichen. Daher sollten Sie auf jeden Fall mit uns reden. Unser Experten-Team findet die beste Lösung für Ihre individuelle Problemstellung.
Vergleich Tecnosoft vs. DataTrace Datenlogger
| Tecnosoft | DataTrace | |
|---|---|---|
| Allgemeine Eigenschaften | ||
| GxP / FDA 21 CFR Part 11 konform | ||
| API-Schnittstelle | — | |
| ATEX / Eigensicherheit | — | |
| Messgrößen & Kalibrierung | ||
| Temperatur | Akkreditiert | Akkreditiert |
| Feuchte | Rückführbar | Akkreditiert |
| Druck | Rückführbar | Akkreditiert |
| Echtzeitmessung / Funk | ||
| Temperatur | ||
| Feuchte | — | |
| Druck | — | |
| Messbereiche, modellabhängig | ||
| Max. Temperatur | −80 bis +150 °C | −80 bis +140 °C |
| Max. Temperatur mit Isoliercontainer | −80 bis +500 °C | −80 bis +350 °C |
| Max. Druck | 0–5 bar | 0–10 bar |
| Feuchtebereich | 0–100 % rF nicht kondensierend |
0–100 % rF nicht kondensierend |
ℹ️ Je nach Loggermodell können die Werte abweichen – individuelles Beratungsgespräch empfohlen.
Anwendungsberichte
Praxisbeispiele zur Validierung thermischer Prozesse mit DataTrace-Datenloggern.

Validierung von Pasteurisationsprozessen
DataTrace MPIII-Datenlogger
Exakte Ermittlung von Temperatur- und Druckverläufen innerhalb von Getränkedosen zur Nachbildung und Optimierung von Pasteurisationsprozessen im Labormaßstab.

Validierung von Sterilisationsprozessen in Echtzeit
Funk-Autoklavenlogger
Drahtlose Echtzeitvalidierung in großvolumigen Autoklaven ohne Thermoelemente – unter anderem für Infusionsbeutel, Plasmabeutel, Pouches und Dosen.
Was versteht man unter der Pasteurisation und Sterilisation von Lebensmitteln?
Was unterscheidet Pasteurisierung von Sterilisierung und wie funktionieren diese Methoden ganz genau? Wann wird welches Verfahren angewendet?
Pasteurisation und Sterilisation sind Verfahren, bei denen bestimmte Lebensmittel erhitzt werden, um deren bakterielle Belastung abzubauen. Bei der Sterilisation wird die bakterielle Besiedlung fast vollständig beseitigt, während sie bei der Pasteurisierung lediglich reduziert wird.

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Geschichtlicher Hintergrund: Das Geheimnis der Nahrungsmittelkonservierung
Früher war die Aufbewahrung von Lebensmitteln ein echtes Abenteuer. Es wurden verschiedene Tricks erfunden, um Fleisch, Obst, Gemüse und andere Lebensmittel haltbar zu machen. Dabei handelte es sich jedoch nur um empirische Systeme, die auf direkter Erfahrung beruhten und nicht immer die gewünschten Ergebnisse brachten. Warum Lebensmittel verderben, war bis zum 19. Jahrhundert ein Rätsel, bis das Geheimnis schließlich gelüftet wurde.
Der französische Chemiker Louis Pasteur machte nach jahrelangen Forschungen und Experimenten drei sehr wichtige Entdeckungen:
- Mikroorganismen sind die Hauptursache für den Verderb von Lebensmitteln.
- Hohe Temperaturen töten Mikroorganismen ab.
- Mikroorganismen entstehen immer aus anderen Mikroorganismen.
Diese Erkenntnisse haben sich in der Praxis bestätigt:
- Lebensmittel, die einer intensiven Wärmequelle ausgesetzt sind, enthalten weniger Mikroorganismen.
- Je weniger Mikroorganismen vorhanden sind, desto länger sind die Lebensmittel haltbar und desto sicherer sind sie.
- Mikroorganismen können sich nicht mehr bilden, wenn sie vollständig aus einem Lebensmittel entfernt wurden.
Aus diesen Entdeckungen leiten sich die heutigen Sterilisations- und Pasteurisierungsprozesse ab.

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Erläuterung: Sterilisationsprozesse
Sterilisationsverfahren
Dies ist das wirksamste Verfahren, wenn man darauf abzielt, Bakterien in Lebensmitteln nahezu vollständig abzutöten.
Die Lebensmittel werden einer Temperatur von über 100 °C ausgesetzt. Diese Temperatur, die höher ist als der Siedepunkt von Wasser, ist für die große Mehrheit der Lebewesen tödlich. Sie reicht daher aus, um fast die gesamte bakterielle Belastung eines Produkts zu beseitigen.Nach der Sterilisation sind die Lebensmittel fast vollständig frei von Bakterien, sodass sie bei der vom Hersteller angegebenen Lagertemperatur und unter den angegebenen Bedingungen jahrelang haltbar sind. Der Nachteil ist, dass viele der in Lebensmitteln enthaltenen Aromen und Nährstoffe temperaturempfindlich sind. Das bedeutet, dass sie diese Hitze nicht vertragen und daher beeinträchtigt werden können. Infolgedessen können sterilisierte Lebensmittel ihren Geschmack verändern und weniger nahrhaft sein als frische Produkte.
Bei der Sterilisation wird ein bestimmter Wert von F bzw. F0 definiert, der die Dauer des Sterilisationsprozesses bei 121,11 °C angibt.Beispiele für sterilisierte Lebensmittel
In den Regalen der Supermärkte finden Sie eine ganze Reihe von haltbaren, sterilisierten Lebensmitteln, darunter:
- Marmeladen
- Konserven
- Dosenthunfisch
- Tomatenmark
- Gemüsekonserven
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Erläuterung: Pasteurisationsprozesse
Pasteurisationsverfahren
Bei diesem Verfahren werden Lebensmittel einer Hitze ausgesetzt, die in der Regel unter 100 °C liegt. Bei diesen Temperaturen wird die Bakterienflora zwar teilweise zerstört, aber nicht vollständig abgetötet. Darüber hinaus verliert das Lebensmittel nicht seine Geschmacksqualität und behält seine Nährwerteigenschaften weitgehend bei.
Das Pasteurisierungsverfahren wird wiederum unterteilt in:
- Niedrige Pasteurisierung: Die Lebensmittel werden über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel 30 Minuten, Temperaturen von 60–75 °C ausgesetzt.
- Hochpasteurisierung: Die Lebensmittel werden für eine kürzere Zeit Temperaturen von 75–100 °C ausgesetzt.
Da die bakterielle Flora noch vorhanden ist, ist die Haltbarkeit von pasteurisierten Produkten natürlich relativ begrenzt. Die Lagerzeit ist jedoch immer noch länger als die des frischen Produkts.
Die Pasteurisierung wird häufig nicht nur zur Verbesserung der Konservierung eingesetzt, sondern auch, um bestimmte gesundheitsgefährdende Bakterienarten zu beseitigen und das Produkt dadurch sicherer zu machen. Dies ist zum Beispiel bei Milch und Eiern der Fall, die pasteurisiert werden, um hitzeempfindliche Enzyme und Krankheitserreger zu reduzieren.Bei zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Honig oder Bier zielt die Pasteurisierung darauf ab, die für die Gärung verantwortlichen Mikroorganismen zu reduzieren. Im Gegensatz zu sterilisierten Produkten, die bei zimmerähnlichen Temperaturen gelagert werden können, halten sich viele pasteurisierte Produkte am besten bei niedrigen Temperaturen, etwa im Kühlschrank. Auf diese Weise wird eine übermäßige Entwicklung der noch vorhandenen Bakterienflora vermieden.
Die Pasteurisierung wird in PU, also Pasteurisierungseinheiten, berechnet. Eine Pasteurisierungseinheit ist definiert als eine Minute, in der das Produkt einer Temperatur von 60 °C ausgesetzt ist.Beispiele für pasteurisierte Produkte
Folgende Lebensmittel werden pasteurisiert:
- Milch
- Frischkäse
- Sahne
- Bier
- Grundstoffe für Speiseeis
- Eier
- Konserven
- Honig
- Frische Nudeln
Pasteurisierung wird also auch bei festen Lebensmitteln angewendet. Außerdem müssen nicht alle pasteurisierten Produkte im Kühlschrank aufbewahrt werden.